STUNDEN DES SCHRECKENS IN DER LAMPRECHTSHÖHLE

Von Sebastian Grünwald - Eigenes Werk, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=20292360

STUNDEN DES SCHRECKENS IN DER LAMPRECHTSHÖHLE

Die Lamprechtshöhle mit ihrer bisher erforschten Länge von 51 km erstreckt sich unter den Gipfeln, Kämmen und Plateaus der Leoganger und Loferer Steinberge und ist eine der längsten Höhlen in Europa.
Der Höhenunterschied vom Höhleneingang im Saalachtal bis zum höchsten und am weitesten erforschten Punkt beträgt 1.632 Meter. Der Wanderweg führt jedoch nur 700 Meter in die Höhle hinein, mit einem Höhenunterschied von 70 Metern.

SIEBEN PERSONEN EINGESCHLOSSEN

Der Touristenweg beginnt am Eingang der Höhle mit einem Abstieg und führt dann nach oben. Diese Grube wurde am vergangenen Freitag für sieben Touristen aus Deutschland und den Niederlanden (5 Erwachsene und 2 kleine Kinder) zur Falle. Sie mussten mehrere Stunden lang auf Rettung warten.

Der starke Regen, der zu dieser Zeit fiel, füllte die betreffende Mulde und verwandelte sie in einen Siphon.

Die alarmierten Retter mussten warten, bis der Wasserstand sank. Das Wasser abzupumpen wäre – angesichts solcher Regenmassen – unmöglich. Der kurz nach 15 Uhr ausgelöste Alarm ermöglichte zwar noch vielen Touristen, die Höhle zu verlassen, aber der rasante Anstieg des Wasserspiegels sorgte für dramatische Situationen.

Ein siebenjähriger Junge wurde aus der Höhle „herausgespült“. Seine Familie blieb gefangen und hatte lange Zeit keine Informationen über den Verbleib des Kindes. Der Junge, der sofort von Sanitätern versorgt wurde, blieb glücklicherweise unverletzt. Leider konnte er später nicht erklären, auf welche Weise diese „Auswaschung“ stattfand.

Um 19 Uhr war der Wasserstand so weit gesunken, dass die Höhlenretter aus Salzburg und Berchtesdgaden mit der Evakuierung der Touristen beginnen konnten. Kleine Kinder wurden von den Rettern auf den Armen hinausgetragen, während Erwachsene einen bis zu Kniehöhe mit Wasser gefüllten Ausgang überwinden mussten.

Die ganze Aktion endete glücklich, löste aber auch eine Lawine der Kritik aus.

Die Touristenwaren mit der Bewegung in der Höhle nicht vertraut, benutzten das in der Höhle installierte Notruftelefon nicht, wussten nichts von der Hinterlegung von warmen Decken und Proviant in der Höhle.
Es stellt sich die Frage, warum der Verwalter des touristischen Verkehrs der Höhle den Eingang nicht geschlossen hat und weiterhin Touristen hineinließ, wenn es völlig klar war, dass die Wetterbedingungen zu der oben beschriebenen Situation führen würden? In der Lamprechtshöhle haben sich ähnliche Unfälle bereits mehrfach ereignet. Die Vertreter des Höhlenrettungsdienstes sind der Meinung, dass die Rettungsmaßnahmen in der Höhle bisher ausreichend waren, aber die Höhle sollte noch einmal von Spezialisten untersucht werden.


Nachrichtenquelle: https://salzburg.orf.at


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Über Anna Kokesch - Antenka 246 Artikel
Anna Kokesch - w latach 1972-1974 kierownik administracji Zarządu GOPR